Hundefutter einfach aufwerten

Hundefutter einfach aufwerten

Hundefutter sollte in jeder Mahlzeit alles enthalten …

Wenn uns Menschen ein Ernährungsexperte erzählt, dass wir uns gesund ernähren, wenn wir nur noch Fertigprodukte kaufen und essen sollen, glauben wir das nicht. Genauso verhält es sich mit Hundefutter. Auch Hunde brauchen abwechslungsreiche und auch frische Nahrung. Hochwertiges, konserviertes Hundefutter muss aber deshalb nicht vom Speiseplan verschwinden. Und wenn einmal eine nicht ganz so hochwertige Mahlzeit dazwischen ist, ist es auch nicht gleich gesundheitsschädlich. Wir überleben ja auch die Besuche bei McDonalds & Co.

Gesundes Hundefutter muss nicht immer gleich Barf sein

Natürlich ist eine komplett frische Ernährung ist gesündeste – wie bei uns ja auch. Aber oftmals fehlt einfach die Zeit oder manchmal auch das  Geld. Wer beim Hundefutter viel auf Dose & Trockenfutter zurückgreift, sollte ein paar Mahlzeiten pro Woche am einfachsten durch fertige Frischfutter-Menüs ersetzen. Aber auch eine Mischung aus allem ist einfach und schnell möglich: Ein paar Dinge gilt es zu beachten und man kann mit wenig Aufwand die konservierte Nahrung mit frischen Produkten aus der eigenen Küche aufwerten. Dabei geht es darum, den Hund zusätzlich mit frischen Vitaminen und Nährstoffen inklusiven deren Begleitstoffe wie Enzyme, Fett- und Aminosäuren zu versorgen.

Unsere Tipps zum Aufwerten von Fertig-Hundefutter haben den Anspruch nicht viel Arbeit zu verursachen und nutzen Zutaten, die in den meisten Haushalten zum Kochen verwendet werden.

Was beachtet werden sollte:

Füttern Sie hauptsächlich Dosen- und / oder Trockenfutter?

 

  • Lesen Sie die Deklaration Ihres Hundefutters! Minimum sollte ein Fleischanteil von 60%enthalten sein. Ernährungsphysiologische Zusatzstoffe werden für die Konservierung zugesetzt und sind synthetisch hergestellt. Insbesondere Hunde mit Futtermittelunverträglichkeiten sollten Hundefutter ohne Konservierungsmittel bekommen.

 

  • Variieren Sie Sorten & Marken! Jedes Hundemenü hat eine andere Zusammensetzung. Der Hund braucht nicht alle Nährstoffe in einer Mahlzeit. Er braucht alle Nährstoffe über Wochen und Monate verteilt – genau wie wir Menschen. Wäre es anders, würden wir uns ja auch nur noch von Astronautennahrung ernähren.

 

  • Mischen Sie die frische Aufwertung nicht mit Trockenfutter. Trockenfutter verweilt wesentlich länger im Magen. Da aber die Nährstoffe erst im Darm aufgenommen werden und frische Nahrung schneller den Magen passiert, würden die gewünschten Nährstoffe bei einer Mischung der unterschiedlichen Fütterungskomponenten vernichtet. Gönnen Sie Ihrem Hund am besten in diesem Fall eine frische Mahlzeit oder einen kleinen Zwischensnack.

 

Rezepte für Frisches im Hundenapf:

 

  1. Suppengemüse:

Schalen (Karotten, Sellerie, Kartoffel), die beim Kochen übrigbleiben, in einen kleinen Topf und gar köcheln. Zum Schluss die Petersilienabschnitte hinzugeben. Kurz pürieren oder mit einem Gemüsestampfer quetschen, ein Schuss Öl (Sonnenblumenöl, Rapsöl, Distelöl, Leinöl, Olivenöl, Kürbiskernöl o.ä.) hinzugeben. Nicht mitgefüttert werden sollten: Lauch und Zwiebeln

 

  1. Herbst = Kürbiszeit

Reste vom Kürbis mit Schale in einem kleinen Topf garkochen. Ein paar Kürbiskerne sollten ruhig mit Schale dabei sein. Ein bisschen frischen Ingwer hinzufügen sowie einen Spritzer Sahne oder Öl. Anschließend pürieren. Wenn Sie nicht pürieren, sondern nur stampfen sollten Sie vorm Kochen die Kürbiskerne entfernen.

 

  1. Weißkohl:

Blätter, die beim Kochen nicht verwendet werden in einen Extra-Topf, einen Teelöffel Kümmel hinzufügen und garkochen. Die Blätter mit dem Kümmel pürieren, ein Stückchen Butter oder Schmalz hinzufügen. Das gleiche Rezept funktioniert auch mit Rotkohl und Rosenkohl.

 

  1. Braune Banane:

Auch wenn Sie die matschige, braune Banane nicht mehr essen möchten, Ihr Hund wird sie toll finden: Banane mit der Gabel zerquetschen, Quark hinzugeben, ½ Teelöffel Apfelessig und einen Schuss Öl. Wenn vom Backen ein paar geriebene Haselnüsse übrig sind, darüber streuen.

 

  1. Frische Kräuter:

Beim Kochen mit frischen Kräutern bleiben immer Reste übrig. Diese können mit übrig gebliebenen Karotten, Kartoffeln, Reis (auch ungezuckerter Milchreis) oder Quark, Joghurt oder Hüttenkäse fein gehackt oder püriert gegeben werden. Das geht natürlich auch mit den anderen Rezepttipps.

 

  1. Im Gewürzregal

Mit Sicherheit finden sich in Ihrem Gewürzregal wertvolle getrocknete Kräuter wie Thymian, Oregano, Kümmel und Rosmarin. Überbrühen Sie einen Teelöffel mit einem Schluck kochendem Wasser. Nach 15 Minuten Ziehzeit einfach unter das Futter mischen.

 

  1. Kräutertee

Auch unseren Hunden bekommen Kräutertees sehr gut. Schauen Sie, was Sie in Ihren Vorräten finden. Aufbrühen nach Anleitung, einen halben Teelöffel Honig hinzugeben. 50ml der Tasse unter das Futter oder mit Joghurt/ Quark oder gekochtem Gemüse mischen. Besondere Leckermäuler trinken den Tee auch pur. Den Rest stehen lassen und mit der nächsten Mahlzeit geben bis alles aufgebraucht ist. Bitte nur reine Kräuter- und Früchtetees ohne zugesetzte Aromen verwenden.

 

  1. Am Straßenrand: Löwenzahn

Löwenzahn beinhaltet viele gute Dinge für den Hund. Pflücken Sie beim Gassigehn am Straßenrand ein, zwei junge Blätter. Gut abwaschen, klein hacken und unter das Futter mischen oder mit einem Löffel Joghurt geben.

 

  1. Eigelb

Eignet sich hervorragend als kleiner Snack zwischendurch und wird von den meisten Hunden genüsslich geschleckert.

 

  1. Sommerzeit = Beerenzeit

Vielleicht haben Sie das Glück, dass in Ihrer Nähe Brombeersträucher wachsen. Pflücken Sie ein paar reife Beeren. Falls Sie keine in der Nähe haben, aber gerne Beeren essen, haben Sie bestimmt Reste übrig, die Sie selber nicht verwerten. Zerdrücken Sie diese mit der Gabel. Unter Hüttenkäse mischen, ein wenig Olivenöl hinzufügen und kaum ein Hund wird widerstehen können.

 

Wir wünschen viel Spaß beim Nachmachen!

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Hier nochmal alle Tipps & Rezepte zum Ausdrucken:

10 Tipps Aufwertung Fertigfutter

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