Bachblüten bei Angst – ein Erfahrungsbericht

Vor kurzem haben wir Euch die Bachblüten für Angsthunde vorgestellt. Keine Sorge – unsere Bachblüten-für-Hunde-Reihe geht weiter, aber zwischendurch lockern wir die Theorie mit ein bisschen Praxis auf: Sandra von Runners-Dog berichtet Euch heute über ihre Erfahrungen mit Hündin Zoe und einer Bachblüten-Mischung. Lasst Euch inspirieren! Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!

Erfahrungsbericht Bachblüten von Sandra & Zoe von Runners-Dog.de

Eigentlich halte ich ja nicht viel von diesen ganzen Nahrungsergänzungsmitteln für Mensch und Tier. Aber im Fall von Bachblüten muss ich meine Meinung komplett revidieren. Seitdem Zoe eine Bachblüten-Mischung gegen ihre Unruhe und Angst bekommt, geht es ihr wesentlich besser und sie ist nicht mehr so schreckhaft wie zu Beginn. Deshalb kann ich jedem mit einem ängstlichen Hund nur empfehlen, dies mal auszuprobieren. Wir hatten damit Erfolg!

Zoes vielfältige Angst

Seitdem Zoe im September 2016 mit vier Monaten bei mir einzog, hatte sie stetig Angst vor lauten Geräuschen und schnellen Bewegungen. Busfahren war ein totaler Albtraum für sie, was wir jedoch jeden Tag 2x notwendig war, da ich sie mit zur Arbeit nehme. Sie verkroch sich dann regelmäßig zwischen meinen Beinen und zitterte. Auch die abendlichen Spaziergänge waren für Zoe nicht angenehm. Bis sie ihr Geschäft verrichtet hatte, vergingen mehrere Minuten. Es musste still sein und niemand durfte vorbei gehen oder fahren, erst dann hatte sie die Ruhe sich hinzuhocken. Auch hatte ich das Gefühl, dass sie im Dunkeln mehr Angst hat als am Tage. Die Angst trat allerdings nur draußen auf, in der Wohnung ging es ihr super.

Ich dachte erst, die Angst würde sich mit dem Alter legen, was es auch ein wenig tat. Zu Silvester gab es dann aber einen sehr großen Rückschlag: Man kennt das ja, die Leute knallen bereits mehrere Stunden vor 0:00 Uhr und ich versuchte die Spaziergänge an diesem Tag so kurz wie möglich zu halten. Zwei Stunden vor Mitternacht gingen wir dann nochmal raus und da ging das Theater los. Sie sah die Raketen am Himmel, hörte das Geknalle und da war alles vorbei. Sie wollte so schnell wie möglich zurück in die Wohnung. Im Hausflur hatte sie dann so viel Angst, dass sie ihren Kot zwischen Hintern und Schwanz eingeklemmt hat.

Der Rest der Nacht und die darauffolgenden zwei Tage waren eine absolute Katastrophe. Sie verkroch sich sofort wenn man die Leine für einen Spaziergang in die Hand nahm und vermied es konsequent draußen ihr Geschäft zu verrichten. Ich bekam schon Bedenken und wollte unsere Tierärztin anrufen, denn gefressen hat sie wie immer – nur kam nichts wieder raus. Nach zwei Tagen dann endlich die Erlösung. So etwas wollte ich nicht wieder mitmachen und ich hatte das Gefühl, jegliche Erfolge gegen ihre Angst waren seit der Silvesternacht komplett vernichtet.

Bachblüten gegen die Angst

Ich musste etwas unternehmen und beschloss, eine Bachblüten-Mischung speziell gegen Angstzustände zu kaufen. Ein Versuch war es Wert und ich wollte ihr helfen, denn so ging es auf Dauer nicht weiter. Bestellt habe ich dann folgende fertige Mischung:

  • Melissenblätter
  • Haferstroh
  • Johanniskraut
  • Lavendelblüten
  • Jasminblüten
  • Hopfenblüten
  • Rosenblüten rot
  • Malvenblüten blau
  • Bachblüten-Essenz (Clematis, Wild Rose, Olive, Gorse, Rock Rose)

Anfang Januar diesen Jahres fing ich also an, Zoe jeden Morgen einen kleinen Löffel Bachblüten in ihr Nassfutter zu mischen. Der Geruch der Mischung war sehr angenehm und ich hatte sogar das Gefühl, dass sie die Mischung gerne gefressen hat. Wenn man die Bachblüten unter das Futter mischt, sollte man eine kurze Zeit warten, damit die Blüten weich werden und sich mit dem Nassfutter gut vermischen. Ich hatte natürlich keinen Erfolg nach ein paar Tagen erwartet, aber auch nach mehreren Wochen täglichen Füttern der Mischung, stellte sich nicht der geringste Erfolg ein.

Ich bekam Zweifel ob Zoe die Bachblüten überhaupt in irgendeiner Weise helfen, hatte ich ja schon vorher erhebliche Zweifel ob das funktioniert. Aber ich blieb dran und gab ihr weiterhin jeden Morgen die Mischung. Irgendwann (ca. Ende Februar – also nach zwei Monaten Bachblüten Fütterung) fiel mir auf, eher spontan und ohne das ich darauf geachtet hatte, dass Zoe während des Busfahrens nicht mehr zitterte. Sie betrat den Bus, setzte sich hin und wartete geduldig, bis wir an unserer Endhaltestelle ankamen. War das der erste Erfolg? Ich konnte es kaum glauben. In den darauffolgenden Tagen achtete ich vermehrt auf Zoes Reaktionen, vor allem in Situationen, in denen sie normalerweise immer Angst hatte. Nichts! Keine Angst! Ich war total erleichtert.

Ein erneuter Rückschlag

Nachdem fast jegliche Angst verschwunden war, setzte ich die Bachblüten-Mischung wieder ab. Zoe war zu diesem Zeitpunkt auch etwas mäkelig mit ihrem Essen und ich hatte das Gefühl, dass sie die Bachblüten nicht mehr mochte. Das war natürlich ein Fehler wie sich später heraus stellen sollte. Kurz nach Absetzen der Bachblüten fing sie draußen wieder an, bei jedem kleinsten Geräusch zusammen zu zucken. Na super, zurück auf Anfang? Also erneut versuchen, Zoe jeden Tag die Bachblüten beizumischen.

Heute, etwas über vier Monate nach der ersten Zugabe der Bachblüten, hat sich Zoes Verhalten normalisiert. Sie bekommt die Mischung nur noch ab und an und ist sehr viel ruhiger geworden. Ich denke, dass natürlich auch das Alter – Zoe ist jetzt fast ein Jahr alt – eine große Rolle für ihr Verhalten spielt. Allerdings haben uns die Bachblüten über eine sehr schwierige Zeit hinweg geholfen und ich vertraue jetzt auf die Wirkung. Da es Bachblüten für verschiedene Probleme des Hundes gibt, würde ich diese jederzeit wieder verfüttern. Ich kann also nur jedem empfehlen, Bachblüten einmal zu testen. Erwartet nur keinen Erfolg nach ein paar Tagen, die Wirkung setzt erst etwas später ein. Dann aber richtig! 😉

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runners dog FotoInfo über uns: Sandra betreibt seit Ende Januar 2017 ihren Blog Runners-Dog.de, auf dem sie über die sportlichen Aktivitäten mit ihrer Mischlingshündin Zoe berichtet. Entstanden zur Aufrechterhaltung der eigenen Motivation beim Sport, entwickelt sich der Blog mittlerweile zu einer Informationsquelle in Sachen Hundesport. Aktuell wird der Blog um einen Fitnessbereich für Hundehalter erweitert, damit das Team Mensch-Hund gemeinsam Spaß am Sport hat.

 

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