Bachblüten-Therapie für Hunde: Angst

Bachblüten-Therapie für Hunde mit Angst-Problemen: Eine Gast-Beitragsreihe von Gaby Papp, Tierheilpraktikerin:

Bachblüten-Therapie für Hunde – Seelenpflanzen für Seelenwesen

Ein freundliches „HALLO“ und „Willkommen in diesem Blog“. Wie schön, dass auch Du der Bachblüten-Therapie für Hunde offen gegenüberstehst und dich nicht der vielen Möglichkeiten zur Verwendung am Tier verschliesst. Denn diese sind zahlreich. Erfreulicherweise finden immer mehr Menschen den Weg zu dieser einfachen und effektiven Behandlungsform, angetrieben durch Erfahrungen an sich selbst oder durch Erfahrungsberichte von Freunden und anderen Tierbesitzern.

Und ist die Idee von Doggiepack nicht fantastisch, diese wunderbare Energieform mit der Gabe von Keksen zu kombinieren? Wie schon Hippokrates sagte: „Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel sein.“ Einfach genial.

Über mich:

Mein Name ist Gaby Papp, ich bin geprüfte Tierheilpraktikerin und beschäftige mich seit 2004 mit den Bachblüten.  Seit elf Jahren praktiziere ich in eigener Praxis in Kleinwallstadt vorwiegend Hunde und Katzen. Die Bachblüten-Therapie für Hunde und andere Tiere kommt in meiner Praxis sehr häufig zur Anwendung, sowohl als Kombination zur Homöopathie und Bioresonanz oder auch als Monotherapie.

Wie Olivia im letzten Beitrag bereits berichtete, sind die Erfahrungen mit den Bachblüten-Therapie für Hunde bzw. generell für Tiere in den allermeisten Fällen positiv. Ich bin immer wieder erstaunt, wie einfach es manchmal sein kann, ein Tier aus seiner seelischen Not zu befreien, wenn die richtigen Blüten eingesetzt werden.

Was bewirken diese Bachblüten?

„Behandele den Patienten und nicht die Krankheit“ Zitat Dr. Edward Bach

Da gibt es die Katze, die plötzlich unsauber wird und sich unangenehmes Verhalten zulegt. Eine ärztliche Untersuchung trägt nichts Auffälliges zu Tage. Was nun?

Oder der Hund, der seine Zurückhaltung einfach nicht ablegen kann, obwohl der neue Hundebesitzer alles dafür tut.

Das Pferd, das in der Herde einfach nicht seinen richtigen Platz finden will und sehr darunter leidet.

Bachblüten wirken auf die Seele des Tieres und können bei diversen Verhaltensauffälligkeiten wunderbare Hilfestellung leisten. Manchmal hat sich die seelische Inbalance schon körperlich manifestiert, so dass die Blüten auch hier angewendet werden können, vgl. Erfahrungsbericht von Olivia bzgl. Warzenbehandlung.

In dieser kleinen Reihe möchte ich die einzelnen Bachblüten nun vorstellen und später einige Beispiele zur Verwendung geben.

 

Die 38 Bach-Blüten:

Anhand der vorherrschenden Gemütszustände teilte Edward Bach die Blüten in sieben Gruppen ein:

 

  1. Gruppe: Angst ( Aspen, Cherry Plum, Mimulus, Red Chestnut, Rock Rose)
  2. Gruppe: Unsicherheit (Cerato, Gentian, Gorse, Hornbeam, Scleranthus, Wild Oat)
  3. Gruppe: Mangelndes Interesse an der gegenwärtigen Situation (Chestnut Bud, Clematis, Honeysuckle, Mustard, Olive, White Chestnut, Wild Rose)
  4. Gruppe: Einsamkeit (Heather, Impatiens, Water Violet)
  5. Gruppe: Überempfindlichkeit gegenüber Einflüsse und Ideen Anderer (Agrimony, Centaury, Holly, Walnut)
  6. Gruppe: Mutlosigkeit und Verzweiflung (Crab Apple, Elm, Larch, Oak, Pine, Sweet Chestnut, Star of Bethlehem, Willow)
  7. Gruppe: Übertriebene Fürsorge für Andere (Beech, Chicory, Rock Water, Vervain, Vine)

Bachblüten-Therapie für Hunde mit Angst-Problemen

In meinem ersten Beitrag hier im Doggiepack-Hundeblog möchte ich Euch die erste Gruppe Angst etwas näher vorstellen:

Nicht ohne Grund stellt Edward Bach die Gruppe Angst an erster Stelle. Viele Probleme haben ihren Ursprung in Ängsten: Urängste, Alltagsängste, Lebensängste, berechtigte und grundlose Ängste. Diese Ängste rauben Kraft und Lebensfreude. Zwei Blüten dieser Gruppe, nämlich Mimulus und Rock Rose, waren unter den ersten von Bach entdeckten Pflanzen.

Fünf Blütenmittel fand Edward Bach, um Angstzuständen entgegen zu wirken:


1. Bachblüte Aspen / Espe oder Zittelpappel

Die Ahnungsblüte, Blüte der Furchtlosigkeit und des Überwindens.

Aspen ist die richtige Blüte für sehr sensible Tiere, die an Angstzuständen leiden, deren Grund nicht zu bestimmen ist. Aspen verleiht dem Tier mehr Selbstvertrauen und führt so zu mehr Mut und Furchtlosigkeit.

Die Ängste treten situationsbedingt auf, können auch periodisch wiederkehren. (Für ständig ängstliche Hunde: vgl. Mimulus)

Tiere sind schreckhaft und ängstlich, zittern, sind unruhig. Sie zeigen undefinierbare Ängste. Die Ängste können sich ins Unerträgliche steigern. Sie erstarren plötzlich und scheinen, mit den Augen etwas Unsichtbares zu verfolgen. Katzen schrecken bei jedem Türklingeln aus dem Schlaf und verschwinden in ihre Fluchtecke, z. B. unter das Sofa. Nervosität, Alpträume, unruhiger Schlaf, klägliches winseln oder miauen, Angstbeissen, Furcht im Dunkeln, hochgestellte Nackenhaare. Blasenleiden, Leberleiden, Gicht, nervös bedingte Herz-Kreislauf-Erkrankungen, rheumatische Beschwerden, Verbrennungen, Schmerzen, Hämorrhoiden, Angstzustände nach Mißhandlungen.

 

2. Cherry Plum / Kirschpflaume

Die Blüte der Offenheit und Gelassenheit (Bestandteil von Rescue Remedy).

Cherry Plum ist für Tiere geeignet, die unter enormen inneren Druck stehen, sprüchwörtlich auf dem Pulverfass sitzen. Auch bei lange anhaltenden Konflikten hilft Cherry Plum, diese Streßsituation aufzulösen und führt zu Gelassenheit und Vertrauen. Als Bestandteil von Rescue Remedy wirkt Cherry Plum unkontrollierbarem Verhalten in Schocksituationen entgegen.

Tiere mit weit geöffneten, starren Augen. Hysterie, überschiessende Ausbrüche von Jähzorn und Aggressivität, wodurch der Zustand verbessert wird. Zureden verschlechtert den Zustand. Hunde hecheln stark. Angstbeissen, ständige Unruhe, übertriebene Angst, tiefe Depression. Spannungszustände, die sich in zwanghaften Handlungen zeigen (z. B. weben, hin- und herlaufen). Epilepsie, Muskelkrämpfe, Gehirnerkrankungen, unkontrollierbares Verhalten nach Unfällen bzw. Schockerlebnissen.

 

3. Mimulus / Gefleckte Gauklerblume

Die Blüte des Vertrauens und der Tapferkeit.

Mimulus hilft Tieren, die in bestimmten Situationen sehr ängstlich und überempfindlich reagieren. Auch gegenüber bestimmten Tieren oder Menschen können sich diese Ängste zeigen. Mimulus verleiht diesen zurückhaltenden, schüchternen, oft zarten Tieren Selbstvertrauen und Mut und spendet so neue Tapferkeit.

Die Tiere zeigen konkrete Ängste vor Dingen, Situationen, Personen oder Artgenossen. Bei der häufig zu findenden Angst vor Gewitter, Feuerwerk oder Schüssen hilft Mimulus ausgleichend. Diese Ängste können sich ins Unerträgliche steigern. Oft besteht auch eine Überempfindlichkeit gegen helles Licht oder laute Geräusche. Meist einzelgängerische Tiere. Reagieren übervorsichtig, schreckhaft, zurückhaltend. Zeigen Abwehrschwäche, Verdauungsbeschwerden, Durchfall, schwitzen schnell, Hauterkrankungen, Blasenschwäche.

 

4. Red Chestnud / Rote Kastanie

Die Blüte der Fürsorge und Nächstenliebe.

Red Chestnut ist für Tiere geeignet, die eine übertriebene fürsorgliche Haltung gegenüber einem anderem Tier oder der Bezugsperson zeigen. Red Chestnut lindert diesen übertriebenen Drang und verhilft zu mehr Gelassenheit und Vertrauen.

Übertriebenes Beschützerverhalten, aggressives Verteidigungsverhalten, extreme Fürsorglichkeit. Enge Bindung an die Bezugsperson oder ein anderes Tier.  Tiermütter, die ihre Jungen nicht aus den Augen lassen und Niemanden heran lassen. Tiere können nicht alleine sein. Übereifrige Wachhunde, Unruhezustände. Bei Scheinträchtigkeit und auch Schlaflosigkeit bei Tiermüttern, die oft auch mager und nervös sind. Übergewicht, Haarausfall, Verstopfung, rheumatische Erkrankungen.

 

5. Rock Rose / Gemeines Sonnenröschen

Die Panikblüte, Seelenqualität des Mutes und der Standhaftigkeit (Bestandteil von Rescue Remedy).

Rock Rose ist für Tiere geeignet, die zu panikartigem Verhalten neigen. In akut bedrohlichen Situationen reagieren sie wie gelähmt und völlig kopflos. Es stellt die Steigerung zu Cherry Plum dar. Rock Rose verleiht hier innere Ruhe und Zuversicht. Es fördert den Mut und hilft, aus dieser Situation schnell und gelassen heraus zu kommen. Gegen das Panikgefühl in Schocksituationen wirkt Rock Rose als wichtiger Bestandteil von Rescue Remedy.

Starke Unruhe, Angst, unkontrollierbare Reaktionen. Fluchtreaktionen, Angstbeissen, erstarrte Haltung, Wut. Augen haben einen starren, ängstlichen Eindruck, Pupillen sind maximal geweitet. Auslöser sind oft Machtkämpfe mit überlegenen Artgenossen. Atemnot, schwacher Puls, Herzrasen, Schock, Zusammenbruch nach körperlicher Überanstrengung, Bewußtlosigkeit, Lähmungen, Krämpfe, Verspannungen. Für Neugeborene nach schweren Geburten. Nach Unfällen bzw. Schockerlebnissen.

 

 

Die hier vorgestellten Blüten eignen sich alle für die Bachblüten-Therapie für Hunde mit Angst-Problemen. Oftmals finden diese Blüten aber auch ergänzend Einsatz bei der Behanldung anderer Symptome.

Die Blüten der Gruppe „Angst“ findet ihr in den Bachblüten – Keksen „Mut“. Alle Sorten findet Ihr hier.

 

Die nächste Gruppe „UNSICHERHEIT“ stelle ich Euch als nächstes vor.

 

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Eure Gaby

Tierheilpraxis Gaby Papp

www.thp-papp.de

 

Weitere Bachblüten-Themen in diesem Blog:

Bachblüten – Sinn oder Unsinn

Unsichere Hunde: Welche Bachblüten können helfen?

 

Literatur- und Quellenverzeichnis:

„Selbsthilfe durch Bach Blüten Therapie / Blumen, die durch die Seele heilen“

Mechthild Scheffer, Heyne Verlag München, 2. Auflage dieser Ausgabe 1996

 

„Edward Bach / Entdecker der Blütentherapie: Sein Leben – seine Erkenntnisse“

Nora Weeks, Heyne Verlag München, Ausgabe 1988

 

„Die Original Bach-Blüten Therapie“ Mechthild Scheffer, Irisiana, Hugendubel 1999

 

„Bach-Blütentherapie in der Tiermedizin“

Heidi Kübler, Sonntag-Verlag , 2. Auflage

 

„Bachblütentherapie für Tiere: Wie Sie Ihre Haustiere heilen können“

Karsten Grimberg, Aurun-Verlag 1991

 

„Heile dich selbst mit den Bach-Blüten“

Dr. Edward Bach, Jens-Erik R. Petersen, Deutsche Erstausgabe 1988

 

„Bach-Blüten Therapie für Körper und Seele“

Ute York, Bechtermünz Verlag im Weltbild Verlag, Augsburg 1995

 

„Die Seelenpflanzen des Edward Bach“

Mechthild Scheffer – Wolf-Dieter Storl

 

Fotos: Doggiepack, pixabay.de, Gaby Papp

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