Warum Barf Fleisch aus artgerechter Haltung besser ist

Immer mehr Hundeliebhaber möchten nicht nur artgerecht füttern, sondern fragen gezielt nach Barf Fleisch aus artgerechter Haltung. Na klar, ich bin Tierliebhaber und habe auch Kühe und Hühner lieber auf der Weide als in der Qualzucht. Nur beim Preis wird dann oftmals zurück gezuckt: Es ist wesentlich teurer als billiges Mastfleisch im Supermarkt – auch im Hundefutter.

Barf Fleisch aus artgerechter Haltung als Teil unserer Verantwortung für Tiere

Ganz klar, wir bei Doggiepack sind alles Tierliebhaber, teilweise auch aktiv im Tierschutz tätig. Tierschutz heißt für uns aber nicht nur Straßenhunde von ihrem Elend zu erlösen, sondern auch genau hinzugucken, welche Tiere für unser Futter verarbeitet werden. Was wären wir für Tierfreunde, wenn unsere Moral an der Tür zum „Hühner-KZ“ an die Garderobe gehängt wird?

Barf Fleisch aus artgerechter Haltung ist gesünder

Artgerechte Haltung bedeutet nicht nur mehr Platz und Auslauf für die Tiere. Es ist viel mehr: Die Tiere werden artgerecht gefüttert und auf schnelles Mästen wird verzichtet. Und die natürliche Fütterung der Tiere schlägt sich auch auf die Gesundheit unserer Hunde nieder. Wachstumshormone und unnötige Antibiotika gelangen natürlich auch in den Körper unserer Vierbeiner. Und der Gentechnik stehen wir Deutsche auch mehr als skeptisch gegenüber, weil wir noch gar nicht wissen können, was gentechnisch veränderte Nahrung verursachen kann.

Dadurch, dass die Tiere im Herdenverband gehalten werden, natürich ernährt und nicht mit wenig Platz in Kot und Urin stehen müssen, hat das Hundefutter

  • einen wesentlich geringeren Phosphorgehalt
  • eine geringe Keim- und Schadstoffbelastung
  • eine geringere Antibiotikabelastung (Medikation wird ausschließlich im Krankheitsfall einsetzt!)
  • keine zusätzliche Hormonbelastung ggf. sogar durch artfremde Hormone

Wachstumshormone im Barf Fleisch – ein besonderes Problem der großen Rassen

Liebhaber der großen Rassen kennen das Problem: Die Fütterung der Hunde in den ersten zwei Jahren ist aufgrund der starken Wachstumsintensität der Grundstein für die Gesundheit des Vierbeiners. Der Bewegungsapparat ist bei zu schnellem Wachstum besonders anfällig für spätere Erkrankungen und Leiden. Schon einmal darüber nachgedacht, dass mit der Fütterung von konventionellen Fleisch dem Hund auch Wachstumshormone zugeführt werden? Gerade bei großen Rassen wie der Deutschen Dogge oder dem Irischen Wolfshund sollte deshalb in den ersten Jahren dringend darauf geachtet werden, den Hunden durch konventionell produziertes Fleisch nicht noch zusätzliche Wachstumshormone zu zufügen.

Barf Fleisch aus artgerechter Haltung ist nahrhafter

Fleisch und Knochen haben mehr Zeit zum Wachsen. Das schlägt sich nicht nur in einer besseren Fleischqualität nieder. Auch die Inhaltsstoffe sind bezeichnend. Fleisch von Weidetieren enthält

  • 4-6x weniger Fett
  • 2-4 x mehr Omega-3-Fettsäuren
  • einen höheren Gehalt an Vitamin C & E
  • 10x mehr Beta-Carotin
  • mehr Thiamin und Riboflavin der B-Vitamine
  • einen höheren Calcium und Magnesiumgehalt

Ausserdem werdet ihr feststellen: Je höher die Qualität meines Hundefutters desto weniger braucht mein Hund. Dies schlägt sich zum einen in der geringeren Kotmenge nieder und zum anderen bilden viele Fellnasen mit der gleichen Futtermenge und dem gleichen Bewegungsprofil auf einmal eine kleine Speckschicht.

Barf Fleisch aus artgerechter Haltung ist gut für Natur, Klima & Umweltschutz

Jeder hat die Diskussion um den schädlichen Methanausstoß von Rindern schon auf die ein oder andere Weise mitbekommen. Methan? Wiederkäuer pupsen und rülpsen klimaschädliches Methan aus. Methan trägt dabei stärker zur Erderwärmung bei als das bisher noch mehr vorhandene Kohlendioxid: Es bindet 20x mehr Hitze.

Bei einer Studie, die in der britischen Fachzeitschrift Proceedings of the Royal Society B veröffentlicht wurde, haben Wissenschaftler sogar nachgewiesen, dass Antibiotika, wie es in Mastställen präventiv verabreicht wird, den Methanausstoß der Rinder um den Faktor 1,8 erhöht. Weidetiere haben dahingegen eine hervorragende Ökobilanz: Das Gras auf den Weiden absorbiert pro Tag mehr Methan als ein Rind im ganzen Jahr produziert.

Dazu kommt natürlich noch, dass Weidetiere die Landschaft erhalten und mehr klimafreundliche Wiesen benötigen. Für energiereiches Mastfutter wie Mais, Soja und Getreide sind enorme landwirtschaftliche Flächen nötig, die auch als Weideland oder für den Obst- und Gemüseanbau genutzt werden könnten. Weideland hat auch den entscheidenen Vorteil, dass es wunderbar mit Naturdung und ohne Pestizide auskommt. Einen guten Artikel über die Hintergründe hat der Tierschutzbund „Rinder als Klimasünder?“ veröffentlicht.

Barf Fleisch aus artgerechter Haltung ist gut für unsere Wirtschaft

Produkte aus der Region sind natürlich erstmal besser für die Ökobilanz, da lange Transportwege – möglicherwese noch über Ozeane – entfallen. Hundefutter aus der Region ermöglicht dem kleinen Erzeuger die Vermarktung von Produkten, die sonst leider nicht mehr verkäuflich sind. Die menschlichen Ansprüche sind enorm gestiegen: Über sehniges Fleisch wird sich beschwert und wer isst heute schon noch Pansen? Auch die Suppenhühner sind kaum noch verkäuflich – geht ja auch schneller das Pulver von Maggie ins Wasser zu rühren. Da weiß ich zwar nicht so genau was drin ist, aber egal.

Damit können wir alle einen kleinen Beitrag leisten, die ländlichen Regionen zu unterstützen und die artgerechte Haltung zu fördern.

Ist Bio Barf Fleisch besser?

Bio ist nicht unbedingt artgerecht. Es ist besser als konventionell – keine Frage. Und allen gemein ist, dass die Tiere frei von Gentechnik und ausschließlich mit ökologisch erzeugten Futtermitteln ernährt werden dürfen.

Aber die EU-Richtlinien für Biotierhaltung sind nicht gleich artgerecht. So müssen Masthähnchen von 81 Tagen Lebensdauer nur 27 Tage im Freilauf verbringen. Fallen diese Tage in die Winterperiode, so verbringen auch sie ihr komplettes Leben im Stall. Auch in der Bio-Eierproduktion ist das Töten der männlichen Küken Gang und Gebe und Rinder werden wegen der erhöhten Verletzungsgefahr schmerzhaft enthornt.

Auszug aus der EU-Ökoverordnung:

Ziffer 0 – Ökologische Erzeugung: Sechs Hennen pro qm. In Hallen mit mehreren Etagen 12 Hennen pro qm. Maximale Gruppengröße: 3.000 Legehennen. Auslauf wie Freilandhaltung (4 qm/Tier). Es darf ausschließlich ökologisch erzeugtes Futter aus gentechnisch unveränderten Erzeugnissen verwendet werden.

 

Ökoverbände wie Demeter, Bioland und Naturland haben strengere Richtlinien für die Tierhaltung, aber natürlich bekommt ihr das Fleisch hier nicht zu Aldi-Preisen.

Kleine, regionale Erzeuger scheuen die Kosten der Zertifizierung. Alleine die jährlich vorgeschriebenen Kontrollen kosten 400 bis 500 € pro Jahr. Da sind vorgeschriebene Umbaumaßnahmen und die Erstzertifizierung noch gar nicht enthalten. Und 500 € müssen erstmal verdient sein.

Wie finde ich BARF Fleisch aus argerechter Haltung?

Hundefleisch kaufen ist Vertrauenssache. Das musste ich in meinen langen Jahren der BARF Fütterung zum Teil schmerzlich lernen. Das wird sich auch nicht ändern. Die Vorschriften für die Kennzeichnung von Hundefutter und auch regionalen Produkten sind eigentlich nur im Interesse der Großindustrie: Künstliche Zusätze müssen als physiologische Erährungszusätze deklariert werden – klar, das klingt ja auch viel besser als Konservierungsstoffe. Sägemehl darf als Zellulose ausgewiesen werden usw. Und wusstet ihr, dass Mineralöle gar nicht deklariert werden müssen?

Unser Rat deshalb: Am besten bei Händlern und Herstellern des Vertrauens kaufen, die Euch gerne auch mal etwas über Ihre Bezugsquellen erzählen oder besser noch zeigen.

Hunde füttern kann mehr sein als nur Hundefutter

Als ich mich das erste Mal mit dem Thema auseinandergesetzt habe, fand ich die Schlußfolgerungen erschrecken. Man macht sich eigentlich gar keine Gedanken, wie eine artgrechte Haltung des „Futtertieres“ unseren kompletten Kreislauf positiv beeinflussen kann. Und sind die paar Cents / Euros mehr das nicht Wert?

 

Ich freue mich auf Eure Rückmeldungen zu diesem Thema auf Facebook.

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Eure Olivia

 

Unser BARF Fleisch aus artgerechter Haltung findet Ihr hier: Fleisch pur

Unsere Fertigbarf Menüs findet Ihr hier: Hundefrischfutter

Und tolles Fleisch von Weiderindern für den menschlichen Verzehr findet Ihr bei GreenOx

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Fotos: Doggiepack, GreenOX, Eierschachtel Borsdorf, pixabay.de

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