Pferdefleisch im Hundefutter geht auch tierfreundlich

Pferdefleisch zum Barfen bald auch bei Doggiepack:

Wo kommt unser Pferdefleisch eigentlich her? Um diese Frage beantworten zu können, müssen wir uns leider auch mit der nicht so schönen Seite unserer Arbeit auseinandersetzen. Klar, ist der Hund ein Fleischfresser und dafür müssen auch andere Tiere geschlachtet werden. Aber trotz der großen Nachfrage wollten wir eigentlich kein Pferdefleisch in unser Sortiment aufnehmen. Warum?

Pferdefleisch für unser Hundefutter aus der Region oder gar nicht

Importfleisch lehnen wir grundsätzlich ab. Ihr wisst ja, dass wir Wert auf artgerechte Haltung und auch Schlachtung unserer „Futtertiere“ legen. Bei Importfleisch – auch aus Europa – ist eine Kontrolle absolut nicht möglich. Wir möchten qualvolle Tiertransporte nicht unterstützen und auch lange Transportwege des Fleisches sind nicht gerade gut für unsere Ökobilanz. Ja, wir möchten so nachhaltig wie möglich wirtschaften. Aber es gibt ja auch noch Pferdemetzgereien in Deutschland.

Im Zuge unserer Recherchen nach Fleischlieferanten für unser frisches Hundefutter haben wir mit einigen Pferdemetzgereien vorzugsweise aus Hessen und den angrenzenden Bundesländern gesprochen. Und siehe da, kaum hakt man etwas gründlicher nach, stellte sich bei vielen heraus, dass sie gar nicht mehr selber schlachten sondern das Fleisch auch angeliefert bekommen. Und die, die noch selber schlachten, bekommen die Tiere zum Teil aus den Nachbarländern Belgien, Frankreich und Osteuropa. Das ist nicht das, was wir unter nachhaltig und tierfreundlich wirtschaften verstehen. Von daher verabschiedeten wir uns von dem Gedanken, Hundefutter mit Pferd anbieten zu können.

Und woher kommt jetzt das Pferdefleisch?

Wie der Zufall es manchmal so will, wurden wir im Januar auf der Hund & Heimtier Messe in Gießen  angesprochen, ob wir denn nicht Interesse an Pferdefleisch hätten. Elena erklärte dann natürlich ausführlich, warum wir kein Pferdefleisch haben und auch nicht haben werden. „Das passt ja prima zu uns!“ war der Kommentar und Frau Simon klärte uns auf, dass sie mit ihrem Mann einen der wenigen verbliebenen Pferdeschlachtereien in Hessen betreibt. Und das Beste: Sie legen auch viel Wert auf respektvollen Umgang mit dem Tier.

Kurzerhand wurde ein Termin vereinbart und letzte Woche war es dann soweit: Elena & ich fuhren zum Pferdeschlachter. Ein bisschen mulmig war uns ehrlich gesagt ja schon — wir sind bzw. waren beide Pferdebesitzer und meine Tochter konnte eher reiten als laufen.

Himmelspferde, Pferdefleisch und ein Schlachthof

Kaum angekommen, wurden wir auch schon in die Stallungen geführt. Der ganze Hof hat keine Schlachthof-Atmosphäre und die Schlachttiere werden respektvoll als „Himmelspferde“ bezeichnet. Die Himmelspferde stehen zusammen mit Verkaufspferden und den eigenen in luftigen hellen Boxen. Alles sauber eingestreut und mit ausreichend Wasser und Heu versorgt. Die Himmelspferde kommen genau wie die anderen Pferde  jeden Tag an die frische Luft und können sich bis zu ihrem letzten Gang gemeinsam mit Artgenossen die Sonne auf den Pelz brennen lassen. Die Pferde kommen alle aus der näheren Umgebung. Lange Transporte der Tiere lehnt Familie Simon ab.

Zu jedem Himmelspferd konnte Frau Simon uns genau sagen, warum es in den Himmel gehen muss. Viele Himmelspferde waren nicht da. Bei unserem Besuch drei und ein viertes sollte am Nachmittag geholt werden. Am besten sei es für die Tiere, wenn sie zwei bis drei Tage Zeit zur Eingewöhnung auf dem Hof hätten. Dann sind die Tiere nicht so gestresst und ängstlich. Den Schlachtungsvorgang bekommen sie im Prinzip gar nicht mit. Sie werden in einen Raum geführt und bekommen dort ein Brötchen. Noch bevor das Brötchen zerkaut ist, wird der Bolzenschuß gesetzt und das Tier fällt. Der Tod selber ist eigentlich sanfter als das Einschläfern, wobei das Tier oftmals noch versucht sich wieder aufzustellen.

Mythen um die Schlachtung von Pferden

Beschwert hat sich Frau Simon über die vielen blöden Gerüchte, die rund um die Pferdeschlachtung umgehen. So wurde sie darauf angesprochen, dass die Tiere ja vor der Schlachtung drei Tage weder Wasser noch Futter bekämen. Und besorgte Bürger fragen, wie sie denn die Schreie beim  Töten der Tiere aushalten würde. „So ein Quatsch“, stellt sie klar. „Unsere Himmelspferde werden bis zu ihrem letzten Gang genauso behandelt wie unsere eigenen. Sie bekommen Auslauf, Wasser, frisches Stroh und das Futter, was sie bisher gewöhnt waren. Und schreien tun sie auch nicht. Das Ganze geht so schnell, dass das Pferd es gar nicht mitbekommt.“

Pferdefleisch bei Doggiepack

Die Verarbeitung erfolgt hygienisch und unter veterinäramtlicher Kontrolle in speziellen Räumlichkeiten. Sorgfältig per Hand, nicht am Fließband. „So haben wir immer einen Blick auf die Qualität. Der größte Teil unsere Fleisches geht an Metzgereien und die Gastronomie. Und den Rest? Den verarbeiten wir jetzt 🙂

 

Und die neuen Sorten gibt es ab Ende Februar.

Wir freuen uns auf Euer Feedback

Eure Olivia

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