Chia-Samen: gesund auch für Hunde

Chia-Samen: gesund auch für Hunde

Chia-Samen nun auch im Hundefrischfutter: Der Siegeszug der Samen scheint unaufhaltbar. Überall sind sie plötzlich zu finden. Vor ein paar Jahren waren sie bei uns kaum bekannt, heute gibt es bei jedem Bäcker Brot mit Chia-Samen. Dabei galten sie bereits in der Antike schon als wichtige Energiespender.

Chia-Samen, die Kraftquelle der Antike

Chia bedeutet in der alten Sprache der Maya „Kraft“ und dienten Ihnen als Heil- und Grundnahrungsmittel. Auch für die Azteken war Chia eine wichtige Nahrungspflanze.  Die in Flüssigkeit aufquellenden Samen liefern nicht nur viele gesunde Nährstoffe, Fettsäuren und Proteine, sie sind auch ausgesprochen sättigend. Allerdings geriet die Pflanze über Jahrhunderte als Nahrungsquelle nahezu in Vergessenheit.

Chia-Samen, das Superfood aus der Salbei-Familie

Die mexikanische Chia gehört zur Gattung des Salbei. Heute werden die Samen als sogenanntes Superfood bezeichnet. Die Bezeichnung Superfood erhalten Nahrungsmittel, die gemessen an ihrer Masse eine im Verhältnis zu „normalen“ Nahrungsmitteln schier unglaubliche Menge an Nährstoffen enthalten.

China-Samen sind ein solches Superfood. Sie enthalten bis zu 10x Mal mehr gesunde Omega-3-Fettsäuren als Lachs. Sie enthalten 5x mehr Kalzium als Milch und der Eisengehalt übertrifft den von Spinat um Vielfaches. Zudem sind sie extrem reich an Antioxidantien und binden freie Radikale. Daneben sorgen die Ballaststoffe für eine Pflege des Darmes und gute Verdaulichkeit.Chia-Samen sollen zudem bei Diabetes sinnvoll einsetzbar sein, da sie eine Blutzucker-senkende Wirkung haben.

Zubereitung und Dosierung im Hundefrischfutter

Da Hunde einen wesentlich kürzeren Verdauungsweg haben als wir Menschen, müssen die Samen vor dem Verzehr stärker als für uns aufgeschlossen werden. Daher ist es besser, sie ausschließlich aufgequollen zu füttern. Ähnlich wie Flohsamenschalen nehmen die Samen eine große Menge an Flüssigkeit auf. Sofern nicht für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr gesorgt werden kann (die der doppelten als der normalen Menge entsprechen sollte) dürfen die Samen nicht trocken dem futter zugesetzt werden. Andernfalls besteht unter Umständen die Gefahr von Verdauungs- und Verstopfungsbeschwerden. Allerdings sollte man die Samen auch nicht kochen, da der Erhitzungsvorgang den Großteil der wertvollen Nährstoffe zerstört. Idealerweise werden Samen über Nacht in kaltem Wasser stehen gelassen und am folgenden Tag gefüttert.

Wer sein Futter vorab in größeren Mengen zubereitet, kann die Chia-Samen trocken unter das Futter mengen. das Mahl sollte der fellnase aber erst nach ein paar Stunden Stehzeit gereicht werden, wenn die kleinen Körnchen die Flüssigkeit aufgenommen haben und schleimig geworden sind.

Die Menge sollte 0,5g bis 1g Trockengewicht je 10kg Körpergewicht pro Tag nicht überschreiten. Von einer dauerhaften, täglichen Fütterung sei an dieser Stelle allerdings abzuraten, da es hier – sowohl im,menschlichen als auch im tierischen Bereich – an Erfahrungswerten mangelt. Nach bisherigen Erkenntnissen spricht aber nichts gegen eine Kur-Fütterung über einen begrenzten, nicht zu langen Zeitraum. Oder einfach 1x pro Woche unter das Futter mengen.

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