Für eine gasfreie Verdauung: Was bei Blähungen hilft!

Verdauung und Hunde. Eines der Lieblignsthemen auf jeder Hundewiese. Jeder Hundebesitzer kennt das Problem:

Geschichten aus der Todeszone

Man sitzt gemütlich mit Freunden und Familie am Tisch beisammen und die Vorspeise steht schon auf dem Tisch. Gerade will man die gute Flasche Rotwein vor dem Essen entkorken, da zieht einem ein süß-beißender Geruch in Nase. Die Nase kräuselt sich angewidert und auf der Stirn bilden sich sofort erste Schweißperlen: Wie unsagbar peinlich! Der Hund unter dem Tisch hat gefurzt.

Es ist nie zu hören, aber auch nie möglich, es in irgendeiner Form zu ignorieren. Und Du weißt genau: Gleich wird der süß-beißendende Geruch von einer bestialisch stinkenden Wolke eingeholt und niemand in diesem Raum wird sich in der Lage sehen, das Geschehen unkommentiert zu lassen. Dein Herz krampft sich zusammen und schon sind erste grüne Flecken im Gesicht der Schwiegermutter zu sehen und Tante Martha fächelt sich hektisch Luft zu. Alle legen die Gabeln beiseite, schieben die Teller von sich. Es ist nur noch ein leichtes Röcheln zu vernehmen bis Dein Neffe herausplatzt: „Boah, stinkts hier,ey!“ und Deine Tochter ruft beglückt:“Bruno hat gepuhubst. Bruno hat gepuuuuuhuuuuubst.“

Konsterniertes Schweigen bei den Erwachsenen, die nach einander versuchen ihre Fassung wieder zu gewinnen. Die Kinder kichern und Tante Martha schwadroniert sogleich, dass ein Hund ja nicht ins Haus gehöre und überhaupt, wie Du überhaupt so verloddert leben kannst. Die gute Stimmung ist dahin. Und Du weißt genau, dass du jetzt nur zwei Mögichkeiten hast, den Abend zu retten:

1. Beten, dass dies ein einmaliger Ausrutscher war oder

2. den Hund rigoros aus der Nähe des Essbereiches zu entfernen.

Ab und zu ist völlig normal

Es gibt Hunde, bei denen dies nur ein Ausrutscher ab und zu ist. Gut, damit wird man/frau , wie bei sich selber auch, lernen müssen zu leben. Gas, was bei der Verdauung entsteht, muss raus. Dass der Hund leider kein Feingefühl dafür besitzt, was ein günstiger oder ungünstiger Zeitpunkt dafür ist, ist halt unser ganz menschliches Pech.

Es gibt aber auch Hunde, denen ständig einer abzischt. Das ist nicht nur für seinen menschlichen Begleiter und die anderen im Umkreis verweilenden immer wieder aufs Neue unangenehm, sondern es ist auch ein Zeichen dafür, dass die Verdauung der geliebten Fellnase nicht optimal funktioniert. Also, was tun?

Gibts da nicht was von…..

Medikamente gibt es bestimmt dagegen. Das ist Sache des Tierarztes und gehört hier nicht her. Wir haben ein paar kleine Kniffe für den  Alltag, die die Verdauung im Takt halten können und das Blähungsproblem reduzieren. Natürlich kann man eine Akutsituation auch medikamentös behandeln, aber um Blähungen dauerhaft auf ein erträgliches Maß zu reduzieren, sollte die Ernährung an das Problem angepasst werden.

In der Praxis haben wir festgestellt, dass frisches Futter dabei die hilfsreichte Zutat ist. Logisch, denkt ihr jetzt, wir wollen ja auch unser Futter verkaufen. Klar, wollen wir das, aber wir haben uns bei der Konzeption unserer Sorten daran orientiert, was wir aus Praxiserfahrung auch bei solchen Hunden beobachten konnten. Die frische Ernährung, und dabei ist es egal, ob selber gekocht, gebarft, ob selber gejagt und geschlachtet wurde. Je besser verdauulich ein Futter ist, desto weniger Gase entstehen im Verdauungsprozess, die nachher wieder raus müssen.

Frisches Futter ohne Zusätze wie Aromen, Konservierungsmittel oder auch künstliche Vitaminie, die zu Konservierungszwecken eingesetzt werden, ist in der Regel besser verdauulich als konserviertes. Ich vertrage auch einen leckeren Salat mit einem schönen Steak besser als die Dose Ravioli oder die Chinanudeln mit einer ordentlichen Prise Glutamat (esse ich übrigens trotzdem manchmal). Und dem Hund ergeht es nicht anders.

Vorsorge ist besser als Nachsorge

Bei der frischen Ernährung sollte man darauf achten, Zutaten zu verwenden, die nicht zu stark blähend wirken. Zwiebeln und Zwiebelgewächse sind für den Hund sowieso tabu, aber Weißkohl zum Beispiel ist super gesund und sollte Bestandteil einer frischen Ernährung sein. Und jedes Kind weiß, dass man davon ordentlich pupsen muss. Trotzdem muss man nicht auf ihn verzichten. Fast jede Zutat kann so zubereitet werden, dass sie nicht stärker blähend wirkt wie Karotten. Ja, auch diese produzieren im Darm Gase. Allerdings in so geringem Maß, dass sie nicht merklich ihren Weg aus dem Körper herausfinden.

In der Praxis haben wir bemerkt, dass Hunde mit starker Neigung zu Blähungen die Obst- und Gemüsekomponente am besten leicht gegart fressen sollten. Das Kochen ist nichts anderes als eine „Vorverdauung“. Die Bestandteile wie Rohfaser, Proteine usw. werden leichter für die Verdauungsenzyme zugänglich gemacht und der Darm muss nicht so schwer arbeiten. Dabei entstehen durch die „gekochte Vorverdauung“ auch weniger Gärungsprozesse im Darm, die Gase produzieren.

Mit ein paar Zugaben in Form von Kräutern kann man den Verdauungsprozess und das Magen-Darm-System regelmässig unterstützen und alles ordentlich, sauber und in Schwung halten:

Fenchelsamen:

Fencheltee kennt jedes Kind. Schließlich bekommt man es schon als Baby. Und jeder weiß, dass es gut bei Blähungen ist, weil die Wirkstoffe der Fenchelsamen krampflösend sind und wohltuend auf den Magen-Darm-Bereich wirken. Das gilt auch für Hunde. Mit dem Futter gegeben, entfalten die Fenchelsamen während des Verdauungsprozesse ihre Wirkung und lassen wenig bis keine Gase entstehen. Für die Zubereitung sollten die Fenchelsamen leicht mit dem Mröser zerstossen und mit heißem Wasser leicht bedeckt werden. Ein bis zwei Stunden ziehen lassen, bis die Samen das Wasser aufgesogen haben und dann unter das Futter mischen.

Kümmel:

Kümmel, auch eines von Omas beliebten Hausrezepten, hat eine ähnlich gute Wirkung und wird genauso zubereitet wie die Fenchelsamen. Besser ist es allerdings, den Kümmel mitzukochen oder in mit dem gegarten Gemüse eine Nacht ziehen zu lassen. Dies verstärkt die Wirksamkeit. Gerichte mit Kümmel finden die meisten Hunde extrem köstlich.

Bierhefe:

Ein Löffelchen Bierhefe, die zu den Probiotika gehört, über das Futter ist nicht nur super für Haut und Haar, sondern auch sehr pflegend für den Darm. Es gibt allerdings Ausnahmen unter den Hunden, die mit Blähungen auf die Hefe reagieren. DAnn ist die Gabe natürlich kontraproduktiv. In den meisten Fällen aber hilft es an der Stelle, wo es soll.

Oregano:

Im Mittelalter schütze Oregano vor Hexen und dem Teufel. Naja, so ein Hundefurz kann auch wirklich teuflisch sein, aber in der Heilkunde wird er dann doch eher bei Verdauungsbeschwerden eingesetzt. Oregano im Futterfutter aber sehr sparsam dosiert werden, da der intensive Geruch abschreckend wirken kann. Das Kraut wird in der chinesischen Heilkunde gegen Darmparasiten eingesetzt sowie bei Durchfall und Hautproblemen.

Joghurt

Ja, ich weiß, Hunde habe eine Lactose-Intoleranz. nichtsdestotrotz bekommt unsere Lotte regelmässig Joghurt in kleinen Mengen. Die Milchsäurebakterien im Joghurt stärken das Immunsystem des Darmes. Und ein gesunder Darm bedeutet eine gesunde Verdauung ohne viel Blähungen. Außerdem ist Joghurt eine wunderbare Klaziumquelle. Man sollte für Hunde besser fettarmen Joghurt nehmen und in kleinen Mengen füttern, dann ist auch die Lactoseunverträgichkeit kein Problem.

Apfelessig

Vielen sicherich bekannt aus Entschlackungskuren ist der Apfelessig von alters her ein Rezept für eine gesunde Verdauung. Ob Verstopfung oder Sodbrennen. Apfelessig regt die Bildung der Verdauungssäfte an und unterstützt die Verarbeitung von Fetten und Kohlenhydraten. Für den hund sollte der Apfelessig sehr sparsam dosiert werden. Zum einen, weil der scharfe und für den Hund ausgesprochen unangenehme Geruch eine Ablehnung des Futters hervorrufen kann und zum anderen kann eine Überdosierung zu unerwünschtem Dünnpfiff führen.

Löwenzahn

Löwenzahn ist kein UNkraut sondern ein wunderbares Heilkraut und entfaltet seine Wirkung auf das Verdauungssystem, Leber und Galle. Bereits im altertum ein beliebtes Mittel bei Flatulenzen, was wir heute als eher als Blähungen bezeichnen. ein zwei junge Blättchen während der Gassirunde am Wegesrand (nicht am Straßenrand!) pflücken, mörsern und unter das Futter mischen. Löwenzahn kann man aber auch getrocknet kaufen.

Weniger ist mehr

Für alle empfohlenen Beigaben gilt:Sparsam dosieren, nicht alles auf einmal verabreichen und nicht täglich dem Hund mit allem füttern. Die Wirkung entfaltet sich am besten, wenn regelmäßig und abwechslungsreich zugegeben wird. Apfelessig und Joghurt sind einmal pro Woche völlig ausreichend. Am besten orientiert ihr Euch nach der Regel: Jeden Tag ein Kraut.

Warnung!

Die hier gegebenen Tipps sind kein Versprechen, die Blähungen für immer zu beseitigen. Blähungen, auch übel riechende, gehören zum Leben eines Säugetiers wie der regelmässige Toilettengang. Allerdings kann dies alles, sofern keine schwerwiegende Erkrankung vorliegt, auf ein erträgliches Maß reduziert werden.

Der Vollständigkeit halber sei hier nochmal erwähnt, dass unser Doggiepack-Futter die empfohlenen Kräuter und Zusätze bereits enthält und nicht mehr in „normalen bis größeren“ Mengen zugefüttert werden sollten. Gerade wenn ihr einmal die Woche DarmFIt füttern, seid ihr mit allem abgedeckt und solltest idealerweise auch schon festgestellt haben, dass Eure Fellnase nicht mehr ganz so viele übelriechende Gase an die Umwelt abgibt. Bierhefe und Joghurt können ruhig mehr gegeben werden.

Wenn ihr das ausprobiert habt, freuen wir uns auf Euer Feedback per E-Mail an info@doggiepack-hundefutter.de oder auf unserer Facebook-Seite

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