Giftige Pflanzen für Hunde im Frühling

Das Wetter lädt endlich wieder zu langen Spaziergängen mit unseren Wauzis ein und jetzt sollten wir wissen, um welch giftige Pflanzen uns am Wegesrand erwarten können.

Spaziergänge durch Wald, Wiesen und Parks sind für uns die schönsten Stunden des Tages. Dabei können wir beobachten, dass unsere vierbeinigen Gefährten auch mal an Gräsern und Kräutern kauen. Kräuter und Pflanzen sind eine wichtige Ergänzung der Hauptnahrung. Deshalb gibt es bei Doggiepack auch kein Hunde-Menü, dem keine Kräuter hinzugefügt wurden. Aber nicht alle Pflanzen tun Gutes. Doch wo lauern die Gefahren für die Fellnasen? Giftige Pflanzen wachsen überall. Auch wenn wir uns in der Regel auf die Instinkte unserer Tiere verlassen können, so sollten wir doch insbesondere Welpen und Junghunde von Anfang an dazu erziehen, bestimmte Gewächse zu ignorieren.

Und ws erwartet uns jetzt im Frühling? Heute möchten wir euch ein paar giftige Pflanzen vorstellen, getreu dem Motto „Vorsicht ist besser als Nachsicht“.

Giftige Pflanzen am Wegesrand, in Parks und Gärten

Efeu:

Man findet wilden Efeu in Buchen- und Eichenwäldern aber auch in Parkanlagen, an Felsen und Mauern. Er ist in fast ganz Europa zu finden. Die Symptome sind Erregung, Krämpfe, Durchfall und Erbrechen.

Eisenhut:

Die Blütezeit ist zwar erst ab Juli, aber da alle Teile der Pflanze giftig sind und es sich um die giftigeste Pflanze Europas handelt, findet sich der Eisenhut auch auf unserer Frühlingsliste wieder. Der Blaue Eisenhut wächst auf feuchten Weiden, Hochstaudenfluren und in höheren Berglagen. Das Gift liegt vorwiegend in den Knollen. Dort befindet sich stark wirksames Alkaloid Aconitin. Die Vergiftung zeigt sich in starkem Speichelfluss, Erregungen, Krämpfen, Pupillenvergrößerung, Unruhe, erhöhte Körpertemperatur,  Durchfällen, Herzrhythmusstörungen und aufsteigende Lähmung mit Lähmung von der Gesichtsmuskeln und der Zunge. Der Tod tritt unter starken Schmerzen durch Atemlähmung oder Versagen des Kreislaufes ein, wobei die tödliche Dosis beim Hund 5 g der getrockneten Wurzel ist.

Hundspetersilie:

Auch die schöne Hundspeterslie gehört zu den giftigen Pflanzen und wächst auf Lehmboden, an Wegen und Äckern, sowie auf Schuttplätzen. Der Vergiftungsverlauf ist meist Speichelfluss, Unlust zum Fressen, Magen- und Darmbeschwerden, erst verlangsamter, dann erhöhter Puls, aufsteigende Lähmung bis zum Erreichen der Atmung.

Hyazinthe

Die wunderschönen Osterblumen wachsen vor allem im Parks und Gärten.Die Pflanzenteile sind alle giftig für Hunde und verursachen Schleimhautreizungen sowie Übelkeit und Erbrechen. Hunde, die an einer Hyazinthe genagt haben sollen viel trinken.

Maiglöckchen:

Die Boten des Frühlings sind leider nicht nur für Menschen giftig. Insbesondere die Blüten und Früchte. Eine Überdosierung ruft Symptome wie Erbrechen, Durchfall, Herzrhytmusstörungen und Kreislaufkollaps hervor.

Osterglocke:

Bald leuchtet es überall schön gelb, aber die Osterglocke ist für unsere Hunde giftig. Ganz besonders unseren buddel- und knabberfreudigen Freunde sind dabei gefährdet. Alle Pflanzenteile, aber insbesondere die Zwiebel enthalten haut- und magereizende Stoffe. Wenn ein Hund daran geknabbert hat, kann er stark speicheln, Bauchschmerzen und Krämpfe bekommen.

Rittersporn:

Diese wunderschöne Blume findet man sowohl an Wegrändern, in lichten Wäldern, Äckern als auch in vielen Gärten. Die Symptome einer Vergiftung sind Speichelfluss, Magen- Darmentzündungen, Durchfall, Muskelschwäche und Muskelzuckungen, Bewegungsstörungen, Benommenheit und Blutdruckabfall.

Tulpe:

Die immer seltenere gewordene wilde Tulpe findet man überwiegend in Weinbergen und Laubwäldern, allerdings bewohnt sie immer mehr heimische Gärten.
Eine Vergiftung verläuft mit Speichelfluss, Erbrechen, Magen- Darmbeschwerden und Durchfall.

Wurmfarn:

Wurmfarn wächst in schattigen Gebüschen und Wäldern.
Anzeichen für eine Vergiftung sind Krämpfe mit Magen- Darmbeschwerden bis hin zu blutigem Durchfall und Lähmungen.

Wasserschierling:

Der Wasserschierling wächst in stehenden und langsam fließenden Gewässern, z.B. Tümpel und Teiche.
Eine Vergiftung zeigt sich durch Speichelfluss, Anstieg der Körpertemperatur, Erregung, Zähneknirschen und erweiterte Pupillen. Die Tiere sondern vermehrt Harn und Kot ab, sie leiden unter Gleichgewichtsstörungen, starken Krämpfen sowie erhöhter Atmung und erhöhtem Herzschlag.

 

Was tun, wenn mein Hund giftige Pflanzen gefressen hat?

Ruhe bewahren! Versuche unbedingt Ruhe auszustrahlen, Dein Hund braucht in diesem Moment seinen „Rudelführer“. Auf keinen Fall den Hund eigenständig zum erbrechen bringen z.B. durch Seifen- oder Salzwasser. Auch Milch kann die Vergiftung verschlimmern. Einzig Aktivkohle sollte in solch einer Situation dem Hund gegeben werden. Aktivkohle bindet bei schneller Eingabe das Gift im Körper bevor es in die Blutkreislaufbahn gelangen kann.

Im Notfall muss schnell gehandelt und sofort ein Tierarzt aufgesucht werden. Erbrochenes oder Kot kann bei Unsicherheit Auskunft über die Art der Vergiftung geben. Am besten ist es in diesem Fall Proben zu sammeln.

Bitte merke:

  • Der nächste Tierarzt ist der beste!
  • Vorher anrufen!
  • Keine Zwangsmaßnahmen wie künstliches Erbrechen o.ä. einleiten.
  • Ggf. Aktivkohle verabreichen, wenn diese schneller zur Hand als man/frau beim Tierarzt sein kann.

Jetzt aber nicht in Panik verfallen!

Wir möchten euch mit diesem Artikel nicht in Panik versetzen! Bei vielen Pflanzen benötigt es eine große Menge, um an einer starken Vergiftung zu leiden. Es gilt einfach den Hund immer gut zu beobachten und das Kommando „Nein“ , „Aus“ oder „Pfui“ ausgiebig zu trainieren, um diese unschöne Situation zu vermeiden.

Also erfreut Euch mit dem Auge an diesen Blumen und Pflanzen, aber Eure Hunde solltet ihr besser davon fern halten.

 

Eure Doggiepacks

Möchtest Du auf dem Laufenden bleiben? Hier für den 14tägigen Doggiepack-Newsletter anmelden

Quellen:

http://www.botanikus.de/

http://www.tiermedizinportal.de/giftpflanzen

 

 

 

Facebook